Kopfschüttler der Woche

Wir haben vor einiger Zeit schon einmal aus gegebenem Anlass um Verständnis dafür geworben, dass in einem aus Ehrenamtlichen bestehenden Verein nicht alle Anfragen oder Nachrichten direkt beantwortet werden können.

Obwohl Frau Schmitz häufig auch spät abends oder nachts Anrufe entgegennimmt haben wir keine garantierte 24/7-Hotline. Erfreulicherweise war die Resonanz hierauf sehr positiv und wir haben viel Zuspruch erhalten.

Dass es auch weiterhin Menschen geben wird, die auch weiterhin eine völlig überzogene Erwartungshaltung haben werden, ist uns klar - dennoch waren wir angesichts der jüngsten beiden Fälle dieser Art wirklich sprachlos und möchten das Thema daher nochmal aufgreifen:

"Dann holen wir uns halt über ebay eine Katze"
Per Facebook erreichte uns am Freitag eine Nachricht einer Frau, die sich kürzlich für zwei Katzen interessiert hatte und noch auf einen Rückruf wartet. Frau Schmitz hat seit Montag aufgrund einer Verletzung ihren rechten Arm in einer Schiene, war zeitweilig auch im Krankenhaus und ist daher - zumal der Jubiläums-Basar ansteht - im Rückstand mit den Telefonaten. Unsere ehrenamtliche Facebook-Betreuerin schlägt der Dame daher vor, doch am Basar vorbeizuschauen und direkt persönlich mit Frau Schmitz zu sprechen bzw. sich die Katzen anzusehen. Ansonsten könne sie sicherlich Anfang bis Mitte kommender Woche mit dem Rückruf rechnen. Antwort der Frau: "Dann holen wir uns halt über ebay eine Katze".

"Man kann auch mit links tippen"
Eine Frau schickt am 20.03. um 13:36 eine WhatsApp-Nachricht an Frau Schmitz:
"Liebe Frau Schmitz, wie versprochen melde ich mich, da ich einiges an Futter u Streu usw abzugeben habe. Es müsste allerdings bitte in Forst abgeholt werden." Am nächsten Morgen schickt sie um 08:39 folgende Nachricht: "Da will man hochwertiges Nassfutter und Streu und Zubehör im Wert von mehreren hundert Euro spenden und es erfolgt nicht mal eine Reaktion. Das ist schon sehr traurig!".
Als Frau Schmitz die Nachricht nach ihrem Krankenhausaufenthalt liest, leitet sie sie an unsere Verwaltungs-Helferin weiter. Diese versucht freundlich, die Situation zu erläutern: "Wir hatten einen Notfall. Frau Schmitz hat den rechten Arm in einer Schiene und kann seit Montag nicht schreiben. Wir haben dieses Wochenende Flohmarkt. Gerne meldet sich Frau Schmitz nächste Woche bei Ihnen. Wir sind immer dankbar für Spenden - doch leider haben wir oft keine Zeit, um sofort zu reagieren." Was nun kommt, macht uns einfach nur noch fassungslos: "Tippen könnte man sogar mit dem kleinen Finger der linken Hand... oder man ruft an... soviel Anstand sollte möglich sein. Das war das zweite und letzte Mal, dass ich Ihnen etwas angeboten habe!"

 

Was will man da noch sagen? Gerne würden wir beide Damen mal dazu einladen, auch nur einen Tag lang mit Frau Schmitz zu tauschen - und sich neben der Hauptaufgabe (um das Wohlergehen der Katzen zu kümmern) dann auch noch mit solchen Menschen auseinandersetzen zu müssen, die offenbar nicht die geringste Ahnung haben, wie so ein "Durchschnittstag" aussieht und was da alles bewältigt werden will. Vielleicht haben sie ja sogar Zeit, uns dauerhaft ehrenamtlich zu unterstützen, damit wir dann permanent erreichbar sind und Nachrichten (egal, ob per email, Instagram, Facebook, Telefon, WhatsApp oder sonstige Kanäle) sofort und umfassend beantwortet werden können. Wir würden uns über jemanden freuen, der dies alles sicherstellen kann.