Gebt den Scheuen eine Chance!

Lest diesen wunderbaren Bericht einer Familie, die sich nicht scheute, einer ängstlichen Katze die Möglichkeit zu geben, endlich ein Für-immer-daheim zu haben.

 

... und gleich nochmal mit dem Vorurteil aufräumt, dass Hund und Katze sich nicht mögen:

 

"Auf der Internet Seite der Katzenhilfe Karlsruhe schaute ich die Katzen an, die ein Zuhause suchen und informierte mich über ihr bisheriges Schicksal bzw. ihre Eigenschaften.
Als mein Sohn dazu kam und das Bild von Puma, dem kleinen getigerten Kater mit den grünen Augen, ca. 1,5 Jahre alt sah sagte er, dieser soll es sein oder keiner....❤
In der Beschreibung stand sinngemäß: geboren ca. Juli 2015, gefunden in einer Scheune, sehr scheu, ängstlich aber lieb.
So besuchten wir Puma auf der Pflegestelle. Er war sehr ängstlich und wir konnten ihn nur kurz auf dem Arm halten. Dennoch haben wir uns für ihn entschieden und er wurde dann Ende Dez. 2016 zu uns gebracht. Drei Tage lang versteckte er sich in der Katzenhöhle.

Er hatte nicht nur vor unserer Hündin, die ihn beschnüffeln wollte Angst, sondern auch vor uns. Wir ließen ihm den Freiraum und die Zeit, die er brauchte. Er konnte sich in der Wohnung frei bewegen und hatte mehrere Versteckmöglichkeiten. Ganz lange mußten wir ihn mal suchen bis wir festgestellt haben, dass er sich im Bettkasten versteckt hatte. Vom ersten Tag an benutzte er die Katzentoilette. Er wurde immer mutiger und merkte, dass wir es gut mit ihm meinen. Mittlerweile hat er seinen Lieblingsplatz im Wintergarten gefunden und nachts schläft er in seinem Körbchen. Nach einiger Zeit fand er heraus, dass man auch eine Hundefreundin haben kann und sie ganz lieb zu ihm ist.

Nach ca. 3-4 Monaten Eingewöhnungszeit durfte er die Welt als Freigänger erkunden, was er auch sehr genießt. Öffnet man einen Joghurt oder Quarkbecher kommt er gesprungen und will was davon abhaben. Zwischenzeitlich kommt er auf einen zu und fordert seine Streicheleinheiten ein. Am liebsten mag er es am Bauch gekrault zu werden. Man kann sich sehr gut mit ihm unterhalten, da er meistens in unterschiedlichen Miau-Lauten Antwort gibt. Wenn er von draußen reinkommt begrüßt er zuerst seine Hundefreundin.
Manchmal begleitet er uns bei der Gassirunde bis zur Wiese, wo er wartet bis wir dann zurückkommen um dann gemeinsam wieder nach Hause zu gehen. Er ist sehr lieb, läßt sich bürsten und man kann problemlos Ohren und Zähne anschauen bzw. ihm auch mal Medizin geben. Vor Fremden hat er immer noch Angst, dieses ist jedoch bei einem Freigänger auch sehr nützlich. Wir sind sehr froh, dass wir uns für einen "wilden" Kater entschieden haben, Geduld und Einfühlungsvermögen haben sich gelohnt.

Ich kann es allen empfehlen sich für ein Tier aus dem Tierschutz zu entscheiden, diese Tiere haben eine 2. Chance verdient.
Besonderer Dank geht an das Team, die Mitarbeiter (innen) der Katzenhilfe Karlsruhe, die sich ehrenamtlich und mit vollem Einsatz für die Tiere einsetzen. Ohne so ein Engagement wäre so etwas nicht möglich. Wir sagen von ❤ Danke"

Auch wir sagen Danke an die Familie für deren Geduld und den netten Bericht! Wir freuen uns immer, von unseren ehemaligen Schützlingen zu hören.