Die Polizei – unser Freund und Helfer!

... und ein kleiner Bericht so manchen Alltags bei der Katzenhilfe…

           

Am vergangenen Freitag, den 22.11.19 in früher Morgenstunde geschah ein Missgeschick in einer Familie, die kürzlich zwei noch etwas ängstliche Katzen-Teenager von uns adoptiert hatte. Sie wollte ihre beiden Schätzchen mit der Straßenbahn zur Kastration bringen und packten jedes in einen separaten Katzentransporter (was in Anbetracht der folgenden, über eine Stunde dauernden Aufregung durchaus von Vorteil war). 

Auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle zum Tierarzt in der Königsbergerstraße etwa Höhe 37 a/b ging plötzlich eine der Boxen auf – oh Schreck - und ehe es sich der Transporteur versah, sprang die Mieze raus ins Freie und rannte panisch davon.

Gottseidank beobachte die Tochter das Geschehen ganz genau und sah, wie die Mieze sich in die Tiefgarage flüchtete. Auch das war großes Glück! Denn es wäre nicht auszudenken gewesen, wie und wann wir die noch scheue Katze wieder gefunden hätten, vor allem ob das überhaupt gelänge, wäre sie ins freie Gelände gerannt. Von den Gefahren durch Autos gar nicht erst zu reden.

Die Frau rief uns also sogleich an, berichtete von dem Geschehen und bat uns um Hilfe. Unsere Helferin Angela war glücklicherweise gerade in der Station und fuhr zusammen mit Wolfgang Borth - unserem erfahrenen „Katzeneinfänger“ -  bewaffnet mit Fangnetz und Handschuhen auf der Stelle los.

Leider gestaltete sich die „Bergung“ etwas schwieriger als gedacht. Das Kätzchen hatte sich zuerst unter ein Auto verkrochen und es war unmöglich die Katze zu erspähen, geschweige denn, an die Katze in irgendeiner Form heranzukommen. Einmal mehr im Leben kroch Herr Borth unter Autos herum, denn es waren gleich drei in der Hallenecke nebeneinander geparkte Fahrzeuge, zwischen denen sich die Katze hin- und her bewegte, bis sie sich endgültig unsichtbar machte.

Wolfgang und Angela erkannten schnell, dass es ohne den KFZ-Halter zu bemühen unmöglich sei, das Tier heraus zu scheuchen, und um jedwede Fahrzeugbeschädigung zu vermeiden, rief Wolfgang bei der Polizei in der Waldstadt an und bat um Unterstützung.

Eine Polizistin und ein Polizist machten sich sofort auf den Weg zur Tiefgarage und sie stellten selbst sehr schnell fest, dass die Ermittlung des Fahrzeughalters nötig war. Dieser war ein Anwohner, glücklicherweise auch zu Hause und eilte sofort zum Ort des Geschehens.

Die Katze befand sich jetzt in einem Hohlraum des Autos und man beschloss, den Motor kurz zu starten, damit die Mieze wieder herausflüchtet. Das tat sie auch und in ihrer Panik kraxelte sie schier die glatte Wand hoch. Da kam Wolfgang aber leider mit dem Fangnetz immer noch nicht richtig an sie heran, nur der Polizist konnte gerade so noch nach ihr greifen.

Das tat er dann auch mutig und schnappte die kleine Ausreißerin beherzt am Schlafittchen, ohne Rücksicht auf möglich Kratz- oder Beißverletzungen. Es ist dann auch zum Glück nichts dergleichen passiert, und die Kleine kam ebenfalls wohlbehalten wieder in eine mitgebrachte Transportbox. Erleichterung und Freude ergriff alle Beteiligten – geschafft und Glück im Unglück gehabt!

Auch die Kleinen konnten sich freuen, denn an diesem Tag fand keine Kastration mehr statt. Dies holen wir kommende Woche nach, wenn das Kätzchen (und die Familie) die Aufregung ordentlich „verdaut“ hat. Beim Transport werden wir die Familie selbstverständlich unterstützen und die Fahrten zum und vom Tierarzt mit dem Auto übernehmen.

Vielen Dank an die Polizei in der Waldstadt und alle Beteiligten für ihren großartigen Einsatz!