Katze Kimi – Unser Weihnachtswunder 2025

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Ende November 2025 standen wir vor einer herzzerreißenden Situation. Kimi, die geliebte Samtpfote von Judith, musste mit schwerer Blutarmut in die Tierklinik Weingarten gebracht werden, und es ging ihr sehr schlecht. In deren Kartei stand für eine lebensrettende Transfusion jedoch keine Spenderkatze mit der richtigen (bei Katzen leider eher seltenen) Blutgruppe B zur Verfügung. Als erste Maßnahme konnte zwar eine Transfusion mit Blutgruppe A verabreicht werden, jedoch war dies nur einmalig möglich. Kimi gewann dadurch aber etwas mehr Zeit. Wir riefen sogleich in den sozialen Medien auf, und die Suche nach einer geeigneten Spenderkatze lief an.

Drei Tage später meldete die Tierklinik, dass es Kimi durch die Gabe von Kortison etwas besser ging, was laut den Ärzt*innen ein Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung sei, da sich bestimmte Blutwerte dadurch verbessert hatten. In diesem Fall könnte man die Ursache medikamentös behandeln, doch Kimi ging es weiterhin schlecht, und die Notwendigkeit einer Transfusion mit der richtigen Blutgruppe war weiterhin gegeben – vor allem, um der Katze Zeit zu verschaffen, damit die Medikamente wirken konnten.

Glücklicherweise hatten sich bereits einige Katzenhalter bei uns gemeldet, und der Wendepunkt kam mit Jannica und ihrer Katze Mausi – beziehungsweise Mausis Blutspende. Die Tage danach waren geprägt von Rückschlägen, schlaflosen Nächten, bangen Momenten in der Tierklinik und ganz viel Angst. Solche Zeiten mag kein Tierhalter je erleben.

Aber dann kam langsam wieder Leben in Kimi auf. Die Medikamente begannen zu wirken, und das Knochenmark fing wieder an, Blut zu bilden. Kimis Blutwerte verbesserten sich danach allmählich.

Pünktlich zu Weihnachten vermeldete die Klinik, dass Kimis Hämatokrit-Wert wieder im Normbereich lag und die Anämie somit überwunden war. Sie stand unter starker Medikation und war noch nicht geheilt, aber: Kimi lebte, kämpfte und hatte wieder Kraft.

Kimi durfte dann wieder nach Hause, wo ihr Katerkumpel sie zunächst nicht mehr akzeptierte. Aber auch diese kleine Krise konnte mit Geduld, Trennung und ganz viel Liebe gelöst werden. Heute sind die beiden wieder glücklich zusammen. Kimi ist nicht mehr ganz dieselbe wie vor der Krankheit – aber sie muss es auch nicht. Sie darf in ihrem Tempo wieder ganz gesund werden.

Dieses Weihnachtswunder hat viele Held:innen: Mausi, die Blutspenderkatze, und ihre Dosenöffnerin Jannica; Judith, die alles tapfer durchgestanden und Kimi niemals aufgegeben hat; die Tierklinik Weingarten mit ihrem unermüdlichen Einsatz; und Ihr! Ihr habt unseren Aufruf geteilt, mitgefiebert, mitgehofft – und es wurde wahr.

Wir wünschen dir weiterhin gute Besserung, Kimi!

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