Bernhard hat es leider nicht geschafft :-(

Habt ihr auch die rötliche Wolke am Abendhimmel des 2. August gesehen?
Das war Bernhard. Er durfte vollumsorgt auf seinem Kopfkissen liegend neue Pfade entlangschleichen.
Bernhard hatte bei uns noch viel Anteilnahme bekommen. Davor musste er sich zwei Jahre lang auf den Straßen in Bahnbrücken durchschlagen, bis er nach Meldung eines aufmerksamen Anwohners Anfang Juni diesen Jahres endlich Hilfe erhielt.
Zuerst musste Bernhard einige Tage bei intensiver Betreuung durch unsere Tierärztin in Neureut verbringen, denn er war ein Bild des Jammers. Abgemagert, blutig gekratzt, verwurmt und zu allem Übel stellte sich heraus, dass Schilddrüse, Nieren und Leber ganz und gar nicht gut arbeiteten. Ein Halter konnte nicht gefunden werden, meldete sich auch bis heute nicht.
Viele Helfer kümmerten sich in unserer Quarantäne um Bernhard; gaben Medikamente, holten ihn aus seiner vollgepieselten Ecke, in die er sich am Anfang immer wieder legte. Machten ihn sorgsam sauber, sprachen ihn mit Namen an, streichelten ihn und versuchten, seine Quarantänebox für ihn gemütlich herzurichten. Frischer Fisch wurde ihm von außer Haus fast fangfrisch geliefert und immer wieder Schmuseeinheiten. Seinen Namen kannte er und kam sofort nach vorne, um weder Futter noch Streicheleinheiten zu verpassen.
Wera Schmitz schließlich fand ihn bei ihrem frühmorgendlichen Rundgang in seinem geliebten Schmusekissen liegend. Sie wollte ihm noch etwas Leckeres zu futtern bringen; da war er ganz blass um die Nase und schon auf der Regenbogenbrücke.
Wir sind sehr traurig, weil er so ein lieber Kater war und wir mit allen Mitteln versucht haben, ihn wieder gesund zu bekommen. Donna und all die anderen Katzen werden Bernhard sicher willkommen heißen, dort hinter der Regenbogenbrücke.