Dosenöffner auf Zeit gesucht: Wie funktioniert eine "Pflegestelle"

 

Aufgrund der enormen (und leider kontinuierlich weiter steigenden) Anzahl an Katzen, die unserer Hilfe bedürfen und sich bei uns befinden, suchen wir dringend Pflegestellen. Wie das genau funktioniert, was das bedeutet und warum das für alle Beteiligten eine gute Sache ist, möchten wir hier erklären.

 

Um gleich als erstes mit einem möglichen Vorurteil aufzuräumen: "Pflegestelle" bedeutet nicht, dass man hier (tot-)kranke Katzen medizinisch versorgen und 24h/Tag betreuen muss. Natürlich haben wir auch den einen oder anderen Fall, bei dem Medikamente erforderlich sind oder Kitten (mit oder ohne Mütter), die aufgezogen und an den Menschen gewöhnt werden müssen - das sollten dann schon Katzenkenner tun.

Sehr oft haben wir aber auch Katzen, die z.B. mit der großen Menge von Artgenossen in der Station nicht klarkommen und dort deshalb ungesundem Stress ausgesetzt sind oder die einfach (z.B. als ehemalige Wohnungskatzen, die um ihren verstorbenen Halter trauern) eine Bezugsperson brauchen, die sich mit ihr beschäftigt (schmusen, spielen, sprechen). Das gilt auch für zurückhaltende/scheue Samtpfoten, die in einem temporären Zuhause mit kontinuierlichem menschlichen Kontakt wesentlich schneller ihre Schüchternheit ablegen könnten, wodurch sich ihre Vermittlungschancen deutlich verbessern würden.

Sie sehen also: Nicht nur erfahrene Katzenbesitzer sind als "Pflegestelle" geeignet. Auch für Menschen, die vielleicht schon mit dem Gedanken gespielt haben, sich einen Stubentiger ins Haus zu holen, aber nicht gleich ins kalte Wasser springen und die Verantwortung für ein (oft bis zu 2 Jahrzehnte andauerndes) Katzenleben übernehmen möchten, ist das eine tolle Möglichkeit, ihr Leben zu bereichern. Gleichzeitig tun Sie durch Ihr Engagement aktiv etwas für den Tierschutz in Karlsruhe. Und spätestens, wenn sich Ihr "Pflegling" nach der Eingewöhnungsphase wohlig schnurrend auf Ihrem Schoß zusammenrollt oder Sie täglich die Fortschritte im Vertrauensaufbau erleben, werden Sie diese Erfahrung nicht mehr missen möchten.

In den meisten Fällen beschränkt sich die "Pflege" also einfach auf die Beschäftigung mit dem Tier, sowie natürlich die Fütterung und Reinigung der Toilette. Bei Bedarf können auch Kratzbaum, Näpfe, Katzenklo, sowie Futter und Streu gestellt werden, so dass sichergestellt ist, dass es nicht an den Kosten scheitert. Sollte die Katze krank werden, erfolgt die Behandlung bei den mit uns zusammenarbeitenden Tierärzten und die Kosten hierfür werden natürlich von uns übernommen. Sollte sichwider Erwarten herausstellen, dass die Chemie zwischen Ihnen und dem Tier nicht stimmt oder sich etwas an Ihrer Lebenssituation verändern (bspw. Umzug), wodurch eine Fortführung der Pflegestellentätigkeit nicht mehr möglich ist, nehmen wir die Katze selbstverständlich wieder bei uns auf bzw. versuchen ggf. sie auf einer anderen Pflegestelle unterzubringen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus: Informieren Sie sich (am besten telefonisch, da die Homepage nicht immer tagesaktuell ist) über unsere Schützlinge, die aktuell eine Pflegestelle suchen und stellen Sie gerne alle Fragen, die bei Ihnen noch offen sind :-).

 

Rufen Sie uns an unter Tel: 0170 - 467 2883 oder schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Hier geht es zu den Katzen, für die wir bis zur endgültigen Vermittlung einen Pflegeplatz suchen.