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Ein glückliches Ende für die scheue Mia

Ich bin Mia. In der Katzenhilfe haben sie mich Svenja genannt, aber Frauchen meinte, das sei kein Name für eine Prinzessin. 

Aber der Reihe nach...

Geboren wurde ich im Sommer 2014 in Frankreich. Dort war ich alleine und es war gefährlich. Aber ich war frei! Hatte ich schlimm Hunger, bin ich zu den Menschen gegangen, aber die wollten mich nicht, haben mich immerzu vertrieben. Deshalb mag ich keine Menschen, ja ich fürchte mich vor ihnen!

Kurz vor Weihnachten 2015 schnappte die Falle zu - und ich saß drin im Schlamassel. Erst dieser furchtbare Besuch beim Tierarzt und dann mein Umzug zu Frau Schmitz. Dort gab es zwar ein Freigehege, aber trotzdem war ich eingesperrt! Zumindest war ich nicht mehr allein - es gab eine Menge anderer Katzen. 

Alle haben da irgendwie auf eine Familie gewartet, kann ich gar nicht verstehen! Ich hab mich deshalb auch immer schön versteckt, wenn jemand kam um eine von uns mitzunehmen. Und nebenbei hab ich meine Flucht vorbereitet. Leider hat das nie geklappt - trotzdem ich Drähte durchbeißen kann und unglaublich flink bin.

Vor kurzem kam wieder Besuch. Die Beiden waren anders als die Menschen, die ich sonst so kannte. Den Mann hab ich mir deshalb genauer angeschaut und bin aus meinem Versteck gekrabbelt. Hätte ich das mal lieber gelassen... Irgendwie haben sie es geschafft, dass Frau Schmitz mich mitgegeben hat, dabei war ich nicht vermittelbar. Niemand will eine Katze, die nicht kuscheln will und faucht!

Dann kam ich am 01. März an - mein erstes richtiges Zuhause. Naja, sehen wir es realistisch - es war furchtbar! Ich war wieder eingesperrt - ohne Freigehege. Jeden Abend stand ich alleine sehnsüchtig am Fenster und hab geweint.

Am schlimmsten fand ich mein überdachtes Katzenklo. Aber denen hab ich sehr schnell gezeigt, was ich davon halte! Frauchen hat danach ein neues Schlafsofa bekommen und ich ein neues Klo - ohne Dach.

Und auch im Wohnzimmer hab ich mich um eine neue Einrichtung bemüht - neben meinem Kuschelturm wurde auch die Couch für mich kratzfest umgebaut - so geht es jetzt. Vor allem komm ich so gut zu Tiggers Schlafplatz - das ist mein neuer Mitbewohner. Ok, er ist der Chef, schließlich wohnt er schon 15 Jahre bei meiner Familie.

Tigger ist noch nicht ganz so begeistert von mir. Er ist ein älterer Herr und ich glaube, ich gehe ihm ziemlich auf die Nerven. Deshalb bin ich jetzt auch nicht mehr so stürmisch, ich will ja, dass wir endlich Freunde werden.

Herrchen und Frauchen hatten mir versprochen, dass ich raus darf. Aber erst, wenn ich zahm bin. Und ich hab doch so Angst vor den Menschen!

Naja, da musste ich mein Glück selbst in die Hand - pardon - Pfote nehmen. Tigger kann Türen öffnen. Super Sache! Und in einem unbeaufsichtigten Moment... war ich mit draußen!

Meine beiden Dosenöffner haben sich dann ganz schön Sorgen gemacht, was ist, wenn ich nicht zurückkomme und was Frau Schmitz wohl dazu sagt. Die hat immer prophezeit, dass ich eine ganz Schlimme, Flinke bin. Stimmt auch, das bin ich. Aber ich bin auch schlau! Und deshalb weiß ich, wo ich daheim bin - also wo es meine geliebten Putenschnitzel gibt.

Ich bin also nur ‘ne Runde um‘s Haus und hab mir einen Überblick über mein neues Revier verschafft. Ich muss schon sagen, hier lässt es sich leben! Überall Wiesen, Verstecke, kaum Autos - herrlich.

Dann war die Tür wieder zu - wieder zwei Wochen Knast, bis mir erneut die Flucht gelang. Mittlerweile haben es die Zweibeiner eingesehen - ich will frei sein! Deshalb darf ich jetzt in den Garten, wann immer ich mag. Abends komme ich dann immer ganz geschafft von meinem neuen Job nach Hause. Ich muss Tigger helfen unser Revier zu sichern, der alte Kater schafft das alleine nicht. 

Es gibt dann zu Fressen und danach kuschel mich in Frauchens Kleiderschrank oder klettere in meinen Turm. Aber zuerst... muss ich noch ganz eilig auf mein Katzenklo. Ich mag das ja nicht so, wenn ich dazu im Dreck wühlen muss. So eine schöne Streu ohne Ablenkung ist mir da bedeutend lieber. Schon allein deswegen lohnt sich die Rückkehr.

Der Garten ist übrigens sensationell! Es auch eine riesige Trinkstelle. Letztens hab ich fast eine Fledermaus gefangen. Und im Wasser selbst - da hab ich jetzt was entdeckt, das kannte ich so noch nicht. Meine Menschen nennen das Kois. Ich glaube, das schaue ich mir demnächst mal ganz genau an. Wasser ist bestimmt nicht gefährlicher als sich an Frauchen an der Tür vorbei zu schleichen.

Zahm bin ich immer noch nicht, ich mag keine Menschen.

Mein Frauchen stört das nicht, weil ich so glücklich bin! Sie ruft mich, erzählt oder liest mir aus der Zeitung vor. Manchmal nervt das, aber ich weiß ja, dass sie es gut meint und Putenschnitzel für mich hat. Deshalb tu ich ihr ab und an den Gefallen und höre auf meinen Namen: "Prinzessin Mia"- das gefällt mir.

So, jetzt muss ich aber los, irgendwas tut sich im Gartenteich...

 

Vielen Dank an die Familie, die die scheue Mia aufgenommen und uns diese schönen Fotos und den Text zugesendet hat. Wir finden, die Geschichte von Katze Mia ist ein gutes Beispiel, dass auch für sehr scheue Katzen die Hoffnung auf ein schönes Heim nicht vergeblich ist.  03.06.2017